Das war 2021.....

Pressemitteilung des LandFrauenverbands Baden-Württemberg

05.03.2021 Sind Frauen die Verliererinnen in der Corona-Krise?

LandFrauen fordern zum Internationalen Frauentag Entlastung von Frauen

„Frauen machen derzeit eine Rolle rückwärts in der Geschlechtergerechtigkeit. Im Spagat zwischen Familie und Beruf arbeiten sie seit Wochen zunehmend an ihrer Belastungsgrenze. Sie brauchen dringend Entlastung.“ betont Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden, zum Internationalen Frauentag. Seit über einem Jahr sind Frauen in der Familie durch „Home-Schooling“ und / oder Betreuung von Pflegebedürftigen und im Beruf durch „Home-Office“ oder in systemrelevanten Berufen besonders gefordert. Bisher erbrachten Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren 2,4-mal so viel Zeit für unbezahlte Fürsorgearbeit und das 1,5-fache für Hausarbeit wie Männer dieser Altersgruppe ein. Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern werden in der derzeitigen Krisenzeit massiv verstärkt. Denn in der Regel sind es die Frauen, die zurückstecken. Sie leisten überwiegend die Familienarbeit und reduzieren ihren Beschäftigungsumfang. Wie können die Frauen entlastet und gestärkt werden?

Gesundheitlicher Schutz und Stärkung

Die Zerrissenheit der Mütter führt zu Erschöpfungssyndromen, Depressionen und Burnout. Die Frauen stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. In Familien mit Kindern müssen diese wegen der Schließung von Kitas und Schulen tagsüber betreut, versorgt und unterrichtet werden. Gleichzeitig soll der Job im „Home-Office“ oder vor Ort am Arbeitsplatz erledigt und auch die Haushaltsarbeit bewältigt werden. Die Sorge um Schließungen führt zu Unsicherheiten, damit erhöht sich der Druck, die Erwartungen gegenüber dem Arbeitgeber nicht zu erfüllen. Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. fordert verlässliche Betreuungsangebote, Flexibilität durch die Arbeitgeber und Unterstützung durch die Väter. Eine verlässliche Betreuung während der Pandemie ist notwendig um die psychische sowie physische Belastung und auch Existenznöte zu reduzieren. Mütter sollten zu Mutter-Kind-Kuren ermutigt werden, um sie für den Alltag zu stärken. Der massive Ausbau von Schnelltestangeboten ist dringend notwendig.

Ökonomische Sicherheit

Durch die Corona-Krise wird die traditionelle Rollenverteilung zementiert. Viele Frauen sind durch die zusätzliche Aufgabenlast unbezahlter Arbeit nicht mehr in der Lage, in vollem Umfang ihrer bezahlten Arbeit nachzukommen, was unmittelbar und langfristig erhebliche ökonomische Konsequenzen haben wird.

Die ökonomischen Folgen der Krise werden noch länger spürbar sein und wirken sich sowohl auf die Beschäftigungsverhältnisse von Frauen als auch auf ihre rentenrechtliche Absicherung aus. Die bestehende Lohnlücke zwischen den Geschlechtern wird sich durch die Corona-Krise wieder vergrößern. Vielfach arbeiten Frauen in Minijobs / Teilzeitarbeit im informellen Sektor (Einzelhandel, Gastronomie, Pflege) oder in der Schattenwirtschaft, um unter anderem die Sorgearbeit in der Familie zu leisten. Häufig sind sie nicht krankenversichert und können einen Verdienstausfall nicht abfedern. Die Entschädigungszahlungen selbst sind bei 67 Prozent des Nettolohns gedeckelt. Familien mit kleinen Einkommen kommen damit unmöglich über die Runden. Vor allem Alleinerziehende sind hier vor große Herausforderungen gestellt und leiden unter der Situation. Finanzielle Ausgleichszahlungen für Frauen und Alleinerziehende in prekären Beschäftigungsverhältnissen müssen gewährleistet sein.  

Schutz vor häuslicher Gewalt

Existentielle Sorgen, Quarantäne und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit führen zu einem deutlichen Anstieg von häuslicher Gewalt. Durch die Maßnahmen wie Kontaktbeschränkung, „Home-Office“ und Kita- und Schulschließungen fallen die Verletzungen von Betroffenen niemandem auf. Die Leidtragenden sind in den meisten Fällen Frauen und Kinder. Zudem sind die ökonomischen Folgen, die besonders Frauen betreffen, drastisch und die Abhängigkeit vom Partner verstärkt sich. Aus den genannten Gründen ist es zwingend notwendig, die Arbeit von Beratungsstellen und Frauenhäusern in und vor allem nach der Krise, bedarfsgerecht auszubauen und dauerhaft sicherzustellen. Die Kontrolle muss zum Schutz der Frauen und Kinder im häuslichen Bereich gewährleistet sein.

Stuttgart, 5. März 2021

Internationaler Frauentag 08.03.2021

8. März - Internationaler Frauentag

Am 8. März findet jedes Jahr weltweit der Internationale Frauentag statt. Er geht auf die Arbeiterinnenbewegung von Mitte des 19. bis zum 20. Jahrhundert zurück. Seit Beginn der Industrialisierung stieg der Anteil der Fabrikarbeiterinnen, die für die gleiche Arbeit nur einen Bruchteil des Lohnes der Männer verdienten. Der erste internationale Frauentag fand am 19. März in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach dem aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen.

In Deutschland brachte der Nationalsozialismus einen herben Rückschritt für Frauen und Frauenrechte:

Weder die politische Beteiligung von Frauen noch die Gleichberechtigung von Frauen und Männern standen zwischen 1933 und 1945 auf der Tagesordnung. Der Internationale Frauentag wurde von den Nationalsozialisten verboten — und dafür der Muttertag in den Vordergrund gerückt.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“

Selbstverständlich war es nicht, dass der Gleichberechtigungsartikel in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde. 1948/49 arbeiteten 65 Männer und vier Frauen im Parlamentarischen Rat an einer demokratischen Verfassung für den neuen deutschen Staat. Lange war dabei nur von den „Vätern des Grundgesetzes“ die Rede. Den wenigen Frauen im Parlamentarischen Rat — Dr. Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel — als den „Müttern des Grundgesetzes“ ist es zu verdanken, dass unsere Verfassung Frauen die volle Gleichberechtigung garantiert.

Jedes Jahr am 8. März organisieren Frauengruppen, Gewerkschaften, Gleichstellungsbeauftragte und Frauen aus Parteien und Verbänden Veranstaltungen im ganzen Land. So unterschiedlich wie die Beteiligten sind auch die Themen des Frauentags in Deutschland: Chancengleichheit im Erwerbsleben, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Verbesserung der Situation von Migrantinnen, Kampf gegen Gewalt an Frauen und gegen Zwangsprostitution oder Frauenhandel. Der Frauentag ist heute Plattform für eine vielfältige Frauenbewegung und fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert.

Auch in Waiblingen wird jedes Jahr am 8. März der Weltfrauentag gefeiert. Der derzeitigen Coronasituation geschuldet, gibt es in diesem Jahr ein virtuelles Angebot. Das ganze Programm rund um den Frauentag finden sie unter dem Link: https://www.waiblingen.de/ceasy/resource/?id=19592&download=1

Quellen: DGB Bundesvorstand Berlin, Landeszentrale für politische Bildung

Ruth Rauh

Herzkissenaktion 2021

22.02.2021 Wir machen mit!!

Mitmachen – aktiv bleiben – Solidarität leben,

dieses Motto des Verbandes passt genau auf eine Aktion des Kreisverbandes. Dem Aufruf, Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen zu nähen, sind 29 Vereine gefolgt. Insgesamt sollen 1830 Herzkissen fertig gestellt werden. Diese werden an Kliniken der Umgebung verteilt.

Auch im LandFrauenverein Neustadt nähen und stopfen einige fleißige Frauen solche Herzen, die den Patientinnen nach der Operation geschenkt werden. Sie sollen den Druckschmerz lindern und den erkrankten Frauen zu zeigen, dass andere Menschen an sie denken. Eine wirklich tolle Aktion!

Über uns....

18.01.2021 Landfrauen engagiert auf allen Ebenen

Liebe Mitglieder,

der Ortsverein Neustadt ist, wie alle Ortsvereine Teil eines großen Landesverbands, dem LandFrauenverband Württemberg-Baden. Dem Landesverband gehören 610 Vereine mit mehr als 53 000 Mitgliedern an.

Der Verband ist die größte Frauenorganisation des Landes, er ist überparteilich, überkonfessionell und offen für alle Frauen im ländlichen Raum.

LandFrauen engagieren sich auf Landes- und Kreisebene, in der Bildungslandschaft und im Einsatz für das Gemeinwohl auf Ortsebene in den Ortsvereinen.

(siehe www.landfrauen-bw.de)

Der Coronasituation geschuldet finden derzeit viele Bildungsveranstaltungen auf Kreis- und Landesebene online statt. Sowohl auf der Internetseite des Landesverbandes, des Kreisverbandes als auch auf der Homepage unseres Ortsvereins finden Sie viele interessante und informative Beiträge.

Landesverband Württemberg-Baden: www.landfrauen-bw.de

Kreisverband Rems-Murr: www.landfrauen-rems-murr.de

Ortsverein Neustadt: www.lfv-wn-neustadt.de

Viel Spaß beim Stöbern wünscht Ihnen das Vorstandsteam.

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr

11.01.2021

Liebe Mitglieder,

wir hoffen, Sie sind alle gut und gesund ins Jahr 2021 gekommen.

Auch dieses Jahr wird uns noch einige Zeit Einschränkungen in unserem Leben und in der Vereinsarbeit bringen. Sobald es möglich ist, werden wir wieder mit einem neuen Programm starten. Wir freuen uns, Sie wiederzusehen bei Vorträgen, geselligen Abenden, Sport- und Kreativangeboten.

Ein Lächeln ist die schönste Sprache der Welt.“ (Chin. Sprichwort) 

Versuchen wir, uns auch in diesen schwierigen Zeiten ein Lächeln zu bewahren.

Ihr Vorstandsteam

Presse und Internet