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Der Herbst steht vor der Tür und auch ein paar neue Buchvorschläge

01.09.2017 Gudruns Buchtipps....

Ganz aktuell und erst vor Kurzem erschienen: Ijoma Mangold  Das Deutsche Krokodil 

Seit 2013 Literaturchef der Wochenzeitung "Die Zeit", berichtet der Autor mit feiner Ironie und in einem wunderbaren Deutsch (nicht anders zu erwarten als Literaturwissenschaftler!) über sein bisheriges 46jähriges Leben. Als Sohn einer Schlesierin und eines nigerianischen Vaters wird er in Heidelberg geboren. Der Vater geht kurze Zeit später zurück nach Nigeria und lässt Mutter und Sohn im liberalen Umfeld Heidelbergs zurück.

Im ersten Teil seines Buches berichtet Ijoma Mangold, aus der Sicht eines Jungen, über seine unkomplizierte Kindheit als "Mischlingskind" und über das Familienumfeld der Mutter. Gymnasium und Studium wird in Teil 2 beleuchtet, ehe es im Teil 3 richtig dramatisch wird. Denn der Vater taucht nach 22 Jahren Abwesenheit wieder in Heidelberg auf und fordert die Anwesenheit seines Sohnes nach Nigeria ein. Aber was bitte soll ein deutscher Literaturwissenschaftler in Nigeria? Noch dazu, wenn Richard Wagner und Thomas Mann die große Leidenschaft des jungen Ijoma sind?

In großartiger, erzählerischer Form nimmt uns der Autor mit auf seinem Weg, erzählt von den Halbgeschwistern in Nigeria, aber auch von seinen Erfahrungen mit sich selbst. 

Ijoma Mangold        Das deutsche Krokodil                      Rowohlt                                  € 19,95 

 

Eine andere Biografie ist seit dem Frühjahr auf dem Markt:  Natascha Wodin  Sie kam aus Mariupol

Dieses Buch ist die Geschichte einer Spurensuche. Natascha Wodin kam 1945 in einem Lager für Displaced Persons in Fürth zur Welt, als Tochter einer, aus dem ukrainischen Mariupol, verschleppten Ostarbeiterin.Doch erst im Alter erfährt Natascha über das Internet die Geschichte ihrer eigenen Herkunft. Sie erfährt, dass die Mutter aus reichem Elternhaus stammt, doch die Revolution und die stalinistischen Säuberungen die Familie in die Armut zwingt. Beklemmend berichtet die Autorin über diese schwierige Zeit, die ihre Mutter schließlich in die Zwangsarbeit nach Deutschland führt. Mit dem Leipziger Buchpreis 2017 ausgezeichnet, ist dies ein Buch, das man lesen sollte. 

Natascha Wodin        Sie kam aus Mariupol                       Rowohlt                                  € 19,95 

 

Passend zum 100jährigen Jubiläum des Bauhauses erschien das Buch von Theresia Enzensberger:  Blaupause

Luise Schilling, gebürtige Berlinerin aus besten Verhältnissen, studiert ab 1921 am Bauhaus in Weimar. Dort lernt sie den Kunststudenten Jakob kennen, verliebt sich in ihn und gerät dadurch in das Umfeld des Meisters der Farbenlehre Johannes Itten. Als der Vater stirbt, muss sie das Bauhaus verlassen, bewirbt sich aber 1926, im jetzt in Dessau ansässigen Bauhaus, erneut für ein Weiterstudium. In dieser Zeit der sogenannten "Goldenen Zwanziger Jahre" des Kommunismus, der Avantgarde, der Naturmystik und des aufkommenden Nationalsozialismus, verliebt sie sich erneut. Doch der umtriebige Reklamezeichner Hermann, entpuppt sich als Enttäuschung.

Theresia Enzensberger entführt uns mit ihrem Buch in die Anfangszeit des Bauhauses mit den Künstlern Walter Gropius, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Laszlo Moholny-Nagy und vieler weiterer Lehrenden und Meister. 

Theresia  Enzensberger              Blaupause                      Hanser                                      €  22,00

 

Und nun wird es Kriminell:  Elisabeth Herrmann  Stimme der Toten

Judith Kepler, Tatortreinigerin aus Berlin, ist zurück!!!! Wie auch im ersten Buch (Zeugin der Toten), geht es um die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit in der ehemaligen DDR. In einer Bank stürzt ein Mann vom 7. Stock in die Tiefe und Judith entdeckt beim Saubermachen eine Spur, die ihr verdächtig erscheint. Sie informiert die Polizei und gerät dadurch in den Dunstkreis von Bankern, Agenten und Waffenhändlern, Rechtsradikalen und Computer-Hackern. Als sie mit Einzelheiten aus ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, steckt sie plötzlich zwischen allen Fronten.

Auch in ihrem neuesten Buch ist Hochspannung garantiert bei Elisabeth Herrmann, der deutschen Lady of Crime. 

Elisabeth Herrmann             Stimme der Toten                   Goldmann                                €  20,00 

 

Und zum Schluß noch was zum Backen:  Dr. Oetker Zupfbrote

Passend für alle Festivitäten, egal ob Party, Grillfest, Nachmittagskaffee, ein Zupfbrot eignet sich für vieles. Aus Hefeteig hergestellt, kann man die Füllung süss oder salzig gestalten. Man kann den Teig in einer Springform oder Kastenform backen, wichtig ist das Einschichten der Teigteile in die Form. Und nach dem Abkühlen, darf sich jeder ein Stück vom Gebäck abzupfen. Viele Bilder in diesem Buch verlocken zum Ausprobieren und Nachbacken. 

Dr. Oetker                            Zupfbrote                                 ZS-Verlag                             €  12,99

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